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"Meine Saison 2009"




Schon im Dezember 2008 wußte ich, dass die Saison 2009 meine letzte Saison werden würde. Nach den vielen Jahre Hochleistungssport wollte ich meine Karriere mit dem Highlight der Leichtathletik WM in Berlin vollenden. Doch zu Beginn des Jahres ahnte ich allerdings noch nicht, was in 2009 alles auf mich zukommen würde... Aber der Reihe nach

 

Januar 2009 "Voll im Training"

Zum Start in das neue Jahr fühlte ich mich wirklich sehr gut. Ich konnte meine Trainingsumfänge steigern und hatte im ersten Trainingslager im Allgäu gut Power in meinen Würfen. Die Vorfreude auf meine „letzte“ Saison war wirklich groß.

Neben dem vielen Training gab es im Januar auch einen TV-Dreh in Leverkusen. Zusammen mit dem Schalker Bundesliga-Profi Gerald Asamoah drehte ich einen Spot für eine Kampagne der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Fußball-Liga. Die Produktion mit Gerald und dem gesamten Team machte mir sehr viel Spaß und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Zum Auftakt der Kampagne „Sportler für Sportler“ besuchte ich das Bundesligaspiel FC Schalke 04 – Werder Bremen und übergab dabei den Spielball. Von dort ging es für mich direkt nach Wiesbaden zum Ball des Sports, wo der gesamte Spot dann präsentiert wurde.

 

www.sporthilfe.de




Photo: Sporthilfe




Februar – März – April 2009 – Schufterei im Trainingslager

In den folgenden Monaten setze ich meine gesamte Konzentration auf das Training. In zwei Trainingslagern in Portugal trainierte ich so gut wie lange nicht mehr und hatte bei den vielen Krafteinheiten sogar Spaß beim Gewichte stemmen. Obwohl mein Körper an einigen Stellen zwickte, genoss ich jede Trainingseinheit mit dem Team.

 

 

Mai 2009 – es geht los!!!

Im Mai absolvierte ich dann bei den Halleschen Werfertagen meinen ersten Wettkampf. Zum Auftakt war ich mit meiner Leistung zufrieden und ich kostete noch einmal die tolle Atmosphäre in Halle voll aus. Ich bin dort immer sehr gerne an den Start gegangen und die Fans waren einfach klasse. Ich werde mir im Mai 2010 auch den Wettkampf in Halle anschauen.

 

Juni 2009 – Wettkämpfe und Training

Im Juni standen dann die Wettkämpfe in Kassel, Ostrava und Biberbach auf dem Plan. Zwischendurch ging es zudem noch mal in ein einwöchiges Trainingslager nach Kienbaum. In Kienbaum habe ich mich immer sehr gerne auf die Wettkämpfe vorbereitet und 2009 war ich besonders motiviert viel zu trainieren. Die Ergebnisse im Training waren schon sehr gut, allerdings war ich mit meinen Platzierungen und Leistungen bei den Wettkämpfen noch nicht so zufrieden.

 

 

Juli 2009 – Deutsche Meisterin in Ulm

Anfang Juli wurde ich in Ulm zum 4.mal Deutsche Meisterin. Die Weite war mit 62,47m nicht wirklich klasse, aber bei mir überwog eindeutig die große Freude über diesen besonderen Titel.

Der Sieg stärkte noch mal mein Selbstvertrauen und ich siegte in Lausanne und beim AVIVA Super Grand Prix Meeting. Nach dem Meeting in Monte Carlo, wo ich Platz 2 belegte stand dann mein Heim-Meeting in Leverkusen auf dem Plan. Ich war schon etwas aufgeregt und nervös als die Speerwerf-Konkurrenz begann und ich meinen ersten Wurf machte. Aber ab dann konnte ich jeden Wurf vor heimischer Kulisse wirklich genießen. Im vierten Versuch erzielte ich eine neue persönliche Saisonbestleistung mit 66,82m – große klasse! Nach der Siegerehrung ließen wir den Wettkampf bei einem kühlen Bierchen im VIP-Raum bei Bayer ausklingen.

 







August 2009 – goldener Wurf in Berlin

Vor der WM bestritt ich nur noch einen Wettkampf in Cottbus, wo ich zweite wurde und ich nicht wirklich zufrieden war. Aber irgendwie drehten sich meine Gedanken auch schon fast ausschließlich um die Leichtathletik WM in BERLIN. Am XX.08.2010 starteten wir mit unserem Team von Leverkusen in Richtung Hauptstadt. Uns packte alle ein ganz spezielles Gefühl als wir im Teamhotel „Berlin Berlin“ ankamen. Ich teilte mir wieder ein Zimmer mit Franka Dietzsch. Mit ihr habe ich in meiner Karriere schon so viele Wettkämpfe erlebt – außer einer Heim-WM.

Am 16.08.2009 ging es dann endlich los. Um 10:45 Uhr startete die Leichtathletik WM für mich mit der Qualifikation. Obwohl ich immer früh auf den Beinen bin, kam ich zu dieser Uhrzeit nicht so gut in den Wettkampf und schaffte „nur“ eine Weite von 61,73m. Die Russin Maria Abakumova zeigte mit 68,92m im 1. Versuch eine tolle Weite, womit mein Gefühl bestärkt wurde, dass sie neben Barbora Spotakova und Christina Obergföll zu den Topp-Favoriten auf Gold zählte. Ingesamt verlief die Quali aber für alle Werferinnen eher ruhig und gelassen und als 6. Beste ging es für mich ins Finale, welches am 18.08.2009 stattfinden würde. Am „Ruhetag“ machte ich morgens ein leichtes Krafttraining und mittags einen lockeren Lauf. Ansonsten standen Ruhe und Konzentration, sowie Taktik und Teambesprechung auf dem Plan. Meine Trainer Helge und ich hatten schon einen Plan im Kopf...

 

FINALE:

Am 18.08.2009, um 19:25 Uhr begann dann für mich mein letztes Finale bei einem großen Leichtathletik-Wettkampf. Bei der Präsentation der Finalisten breitete sich eine Mischung aus Anspannung, Nervosität und Vorfreude in mir aus – die Kulisse im Olympiastadion war einfach fantastisch. Die Startliste sah vor, dass ich als 4. in den Wettkampf starten würde und somit vor Spotakova, Abakumova und Obergföll. Zusammen mit Helge hatte ich mir überlegt, meine gesamte Energie und Konzentration in meinen ersten Wurf zu setzen, um so um die 66/ 67m zu werfen um vielleicht eine Chance auf eine Medaille zu haben. Als ich am Anlauf stand, brodelte das Stadion und geschätzte 30.000 Menschen feuerten mich an. Volle Konzentration – Anspannung aufnehmen – anlaufen – Schwungholen – Abwurf! Wie oft habe ich diesen Ablauf in meiner Karriere wohl gemacht??? Und dann – der Speer fliegt – ich hatte beim Abwurf ein gutes Gefühl – gut angestellt – gut getroffen – JAAAA!!! 67,30m – Spitze – persönliche Saisonbestleistung und vorerst Platz 1. Die erste Freude brach beim Blick auf die Anzeigentafel aus mir heraus. In der Folge beobachtete ich die Würfe meiner Konkurrentinnen: Spotakova mit 66,42m, Abakumova 66,06m und die Rumänin Stoian 64,51m. Der Wettkampf zog sich sehr lange hin, es gab immer wieder Unterbrechungen wegen anderen Wettkämpfe und Siegerehrungen im Stadion und aus meiner langen Erfahrung wusste ich, dass es immer noch einen Konter der anderen Werferinnen geben konnte. Dennoch beschlich mich mit zunehmender Dauer das Gefühl, dass ich mit meiner Weite eine Medaille gewinnen würde. Dann folgte der letzte Versuch von Barbora, mit der ich sehr gut befreundet bin – sie ist die Weltrekordlerin und amtierende Meisterin. Sie läuft an, wirft, aber der Speer ist zu steil angesetzt und landet bei 59m. Und damit war klar.

 

ICH BIN WELTMEISTERIN!!! UNGLAUBLICH!!!!

 







Tausende von Gedanken flogen mir durch den Kopf und ich war überwältigt vom Jubel im Stadion, meiner Freude und den Glückwünschen!! Mir liefen ein paar Tränen übers Gesicht. Ich schnappte mir eine Deutschland-Flagge und machte mich auf die Ehrenrunde. In der Kurve hinter dem Abwurf saßen meine Eltern und meine Freude, sie jubelten mir zu. Plötzlich stützte sich Berlino auf mich – was eine Stimmung auf der Ehrenrunde. WAHNSINN.

Nach der Pressekonferenz und der Dopingprobe ging es sofort ab zum Deutschen Haus der Leichtathletik in der Innenstadt. Dort wurde mir dann ein phantastischer Empfang bereitet. Meine Familie, meine Freunde und Fans, die Teamkollegen und sogar die Bundeskanzlerin warteten auf mich und der Jubel brandete auf, als ich den Saal betrat. Was dann folgte war einfach eine riesige Party!!! Herrlich!!! Der gesamte Abend verlief für mich wie in einem Traum, aus dem man am liebsten nicht mehr aufwachen möchte. Und tatsächlich, an diesem Morgen bin ich gar nicht aufgewacht, da wir so lange gefeiert haben, dass ich gar nicht mehr ins Bett gegangen bin, sondern nach einer kurzen Dusche gleich zum Morgenmagazin gefahren bin, bevor es dann zur offiziellen Pressekonferenz des DLV ging. Und das war erst der Anfang....

 

In den folgenden Tagen war ich dann bei einer Menge von Terminen, Interviews, Autogrammstunden, Feierlichkeiten usw. Dabei war es besonders schön für mich zu erleben, wie sehr sich die Menschen auch für mich freuten. Auch wenn es manchmal etwas stressig und hektisch war, so genoss ich doch jeden Tag, jeden Termin und jeden Empfang in diesen Tagen. Die Siegerehrung gehörte dabei zu den absoluten Highlights. Vor heimischen Publikum auf dem 1. Platz zu stehen und die Hymne zu hören – das war einfach Gänsehaut-Feeling PUR. Das setzte sich umgehend fort, als wir am Montag nach der WM in Leverkusen empfangen wurden.




Photo: privat




September 2009 – Großes Finale und etwas Erholung

Zwei Tage später konnte ich in Sondershausen den Wettkampf gewinnen und am 04. September ging es schon wieder nach Berlin zurück, wo ich beim DKB-Cup Finale meinen letzten Wettkampf in Deutschland bestritt. Beim Finale im alten Olympischen Dorf wurde ich dann zusammen mit Franka Dietzsch und Sonja Kesselschläger verabschiedet. Von der Atmosphäre war ich wirklich überwältigt. Abends feierte wir noch ein wenig, obwohl sich auch bei mir langsam ein wenig Müdigkeit einschlich. Eine Woche später absolvierte ich dann beim Meeting in Thessaloniki meinen endgültig letzten Wettkampf. Es langte noch einmal zum 3. Platz. Nach meinem letzten Wurf war ich ehrlich gesagt auch froh, dass die Saison vorbei war und ich erstmal in den Urlaub starten konnte...

Im „Club der Besten“ fand ich dann endlich etwas Ruhe und Entspannung... obwohl es Abends im Robinson Club Sarigerme Par auch nicht immer leise war. Am Ende des Urlaubs wurde ich sogar zum „Champion des Jahres“ gewählt – was eine Freude – bedeutet das doch, dass ich in Zukunft jedes Jahr mit den besten Athleten Deutschlands eine Woche Urlaub verbringen darf.




Photo: privat

Oktober – November 2009 Start in den neuen Job

Nach der Erholung ging es aber gleich weiter mit meinem neuen Job: am 01. Oktober nahm ich meine Arbeit als hauptamtliche Trainerin im Behindertensport bei Bayer Leverkusen auf. Und Mitte November flogen wir zu der Leichtathletik WM der Behinderten in Indien, wo meine Athleten tolle Erfolge feierten.




Photo: privat




Dezember 2009 – Großes Finale zum Jahresende

 

Im Dezember wurde ich zur Sportlerin des Jahres 2009 gewählt. Bei der großen Gala in Baden Baden erhielt ich den Preis und die gesamten Glücks-Momente vom WM-Sieg flogen noch einmal durch meinen Kopf. Als ich auf die Bühne gerufen wurde konnte ich meine Gefühle und Tränen nicht mehr bremsen. Es war einfach ein traumhafter Abschluss meiner Karriere und von meinem fantastischen Jahr 2009. Es wirkte fast so, als hätte Hollywood Regie geführt. Ich freute mich sehr über diese einzigartige Auszeichnung und bin auch jetzt noch stolz darauf, was ich in meiner Karriere alles erreicht habe.

 

Das ich außerdem ich noch zur Sportlerin des Jahres in NRW und zur Leichtathletin des Jahres gewählt wurde, setzte diesem Wahnsinnsjahr noch die Krone auf. Dieses Jahr war für mich mehr wert als ein Sechser im Lotto.

 

 

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Fans, Athleten und Freunden bedanken, die mich in diesem Jahr unterstützt und begleitet haben. Es war ein unglaubliches Jahr 2009 für mich!

DANKE!

 

Liebe Grüße,

Eure Steffi Nerius!

 






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